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Shakespeare (er)lebt in Verl:

 

Nachdem bereits am vergangenen Wochenende die English Drama Group mit ihrem Stück „Robin Hood“ die Aula der Hauptschule Verl füllen konnte, begeisterte am Sonntag die traditionelle Aufführung des Literaturkurses der Jahrgangstufe 12 des Gymnasiums Verl mit einem weiteren Klassiker.

 

Eine der wohl bekanntesten und meist gespielten Komödien von William Shakespeare lockte das Verler Publikum am Sonntag in die Aula der Hauptschule. Mit „Ein Sommernachtstraum“ führten das junge Ensemble um Leiterin Annette Schockenhoff die Zuschauer in einen märchenhaften Wald, in dem sich vier unglücklich Verliebte verirren. Jedoch ahnen sie nicht, dass sie sich im Zauberreich des Elfenkönigs Oberon und seiner Gattin Titania befinden, umringt von Elfen und Naturgeistern, die ihren eigenen Schabernack treiben. Denn der eine unter ihnen, er heißt Puck, soll mithilfe einer Zauberblume Ordnung unter den Liebenden schaffen und stiftet stattdessen: Chaos. Lysander, der zuvor Hermia liebte, liebt auf einmal Helena. Helena, die für Demetrius schwärmt, wird von diesem erst verachtet, plötzlich geliebt. Und Hermia, zuerst umschwärmt von beiden Männern, wird nun aus heiterem Himmel zum Gespött aller. Zu allem Überfluss lässt Oberon seiner Eifersucht freien Lauf, indem er den Zauber auf seine eigene Frau anwenden lässt und sich diese abgöttisch in den Handwerker Zettel, verzaubert in einen Esel, verliebt. Erst als die Mittsommernacht durch die aufgehende Sonne ein Ende nimmt, zeigt sich Oberon der allgemeinen Verwirrung überdrüssig und stellt die Ordnung wieder her, sodass am Ende alle Pärchen vor den Traualtar treten können. Zu guter Letzt schließt der Abend mit einem Stück im Stück, in dem vier Handwerker, darunter auch der wieder menschgewordener Zettel, ein kleines Drama auf der Hochzeitsfeier zum Besten geben. Sarah Gerwinski konnte dabei als Mädchen, die einen Mann spielt, der eine Frau spielt, dem Publikum die letzten herzhaften Lacher an diesem gelungenen Abend abgewinnen. In den weiteren Rollen überzeugten Jan Berenbrinker, Katharina Esken, Tonia Fortmeier, Vera Ewerd, Vanessa Rohleder, Hubertus Wester-Ebbinghaus, Alexander Thombansen, Nadine Cordfulland, Lisa Bokel, Lisa-Marie Gerlach, Pia Garnschröder, Nathalie Hermanns und Sarah Brinkrolf.

 

Seit dem vergangenen Herbst probten die insgesamt 14 Schüler an Shakespeares Klassiker, bei dem sie es sich zur Aufgabe gemacht hatten, die altertümliche Sprache beizubehalten. Mit viel Geschick bewiesen sie ihr Können und meisterten die oftmals langen und rhythmischen Verse. „Anfangs war es sehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn man erst einmal den Sinn hinter den Worten begriffen hatte, ließen sich die Verse einfach spielen“, erklärte Tonia Fortmeier, die mit ihrem weißen Kleidchen als Hermia verliebt über die Bühne tänzelte.

Einen optischen Höhepunkt bildete an diesem Abend, neben einem wundervollen Bühnenbild, für das sich der Differenzierungskurs von Herrn Quick verantwortlich zeigte, die Verwandlung des Handwerkers Zettel (gespielt von Nadine Cordfulland) in einen Esel. Ein überdimensionaler Eselskopf aus Pappmaché, den die ehemaliger Kunstlehrerin Sigrid Schröder zur Verfügung stellte, zierte nach kurzer Dunkelheit plötzlich das Haupt der Darstellerin.

 

Nach 90 Minuten gab es dann für die Schüler den verdienten Applaus. Und für alle, die an diesem Abend für freie Plätze gesorgt haben, sei gesagt: Nächstes Jahr ist keine WM!

 

 

Die Klasse 5c lädt für den 8. 7. 2010 ein (Leitung: Frau Riesenbeck):

 


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